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Das LFB auf der Denkmal 2014 in Leipzig

Auch in diesem Jahr wird das Labor für Bauforschung wieder als Aussteller auf der Denkmalmesse in Leipzig vertreten sein.

Zusammen mit der Hochschule Darmstadt wird das LFB dort das bestehende Lehrangebot aus den Bereichen Bauforschung und Denkmalpflege dem Messepublikum vorstellen. Wie  bereits in den vergangenen Jahren präsentieren sich die beiden Hochschulen zusammen mit weiteren hessischen Institutionen wie dem Landesamt für Denkmalpflege auf dem gemeinsamen Hessen-Stand in Halle 2 Stand D32.



Beitrag: JJ, November 2014

 

Vorlesungsverzeichnis online

Die vom Labor für Bauforschung im Wintersemester 2014/15 an der Hochschule RheinMain angebotenen Vorlesungen und Seminare werden mit einer kommentierenden Kurzbeschreibung auf den Internet-Seiten des Labors [►] vorgestellt.

Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 2014/15
(Auszüge aus dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis des Studienbereichs Architektur an der HS-RM, WS 14/15)

Aufgrund der Umstellung zur neuen Prüfungsordnung im Master-Studiengang "Bauen mit Bestand" werden vom LFB in diesem Wintersemester mit Ausnahme einiger Wahlfächer keine Lehrfächer für Master-Studierende angeboten. Das Lehrangebot für Master-Studierende kann zukünftig immer im Jahresrythmus, jeweils im Sommersemester, in Anspruch genommen werden.

Beitrag: JJ, Oktober 2014

 

Die Bauaufnahme-Übungen des LFB am Eltzer Hof in Eltville wurden fortgeführt

Das bereits vier Kampagnen studentischer Übungen umfassende Bauaufnahme-Projekt im Eltzer Hof in Eltville wurde im Rahmen eines Wahlfaches von fünf Studierenden des Master-Studiengangs "Bauen im Bestand" weitergeführt.

Die fünf Master-Studierenden vor der "Alten Kelterhalle" in Eltville
(Foto: J. Jost)

Gegenstand des Teilprojektes war die dreidimensionale Erfassung der "Alten Kelterhalle" im Nord-Westen der Hofanlage, die die Studierenden aufgrund der komplexen Geometrie im Dachbereich vor eine anspruchsvolle Aufgabe stellte. Mithilfe eines händisch ergänzten tachymetrischen Aufmaßes und der anschließenden Überarbeitung aller gewonnenen Rohdaten konnten schließlich digitale Planunterlagen erstellt werden, die die Grundlage für kommende Restaurierungsarbeiten und eine mögliche Nutzungsfindung sein werden.

Beitrag: JJ, Juni 2014

 

Es grünt so grün im Schlosspark Biebrich / Führung mit Gartendenkmalpfleger Wenzel Bratner

„Schon als Kind waren wir immer in der Mosburg", sagte eine Studentin des Faches „Denkmalpflege II" des Bachelorstudienganges Architektur an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden unter der Leitung von Jens Jost bei der Führung durch den Schlosspark am 27. Mai 2014.


Bei dem Rundgang durch den rund 50 ha großen Park unter teilweise widrigen Bedingungen (dunkle Wolken am Himmel, Aufbauarbeiten für das Pfingstreitturnier, Wegesperrung wegen Baumfällarbeiten) erklärte Wenzel Bratner, Gartendenkmalpfleger im Landesamt für Denkmalpflege Hessen, die Wesensmerkmale der Gartenkunst zu Zeiten des klassischen Landschaftsgartens Friedrich Ludwig von Sckells und Mitte des 19. Jh. unter dem nassauischen Gartendirektor Carl Friedrich Thelemann. Auch die Methoden der Gartendenkmalpflege beim Umgang mit historischen Parks wurden erläutert. Die 22 Studierenden interessierten sich vor allem für die Frage, welche Nachpflanzungen im Bereich des historischen Baumbestandes möglich sind, die jüngst erfolgte Sanierung des Mosbaches oder den Bereich um die Mosburg.

Gruppenfoto der Exkursionsteilnehmer im Schlosspark Biebrich/Wiesbaden
(Foto: Landesamt für Denkmalpflege Hessen)

Auf die Frage, wann die Scheinruine, deren prächtige Ausstattung im Inneren zu Zeiten der nassauischen Herzöge Gäste aus Nah und Fern faszinierte, wieder begehbar sei, antwortete Bratner, die Ruine sei mittlerweile gesichert, allerdings stünden noch abschließende Sanierungsarbeiten aus.

Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen kooperiert mit der Hochschule Rhein-Main nicht nur im Bereich des Seminarbetriebes. Darüber hinaus unterstützen zwei Trainees die Forschung im Landesamt für Denkmalpflege durch ihre Erkenntnisse im Bereich der Bauforschung.

Beitrag: Dr. Kathrin Bek, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Mai 2014

 

Posterpräsentation auf Sonderausstellung

Im Rahmen der vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz in Zusammenarbeit mit den Beteiligten des DFG-Schwerpunktprogramms 1630 gezeigten Sonderausstellung "Großbaustelle 793: Das Kanalprojekt Karls des Großen zwischen Rhein und Donau" wird ein aktuelles Projekt des Labors für Bauforschung präsentiert. In der Zeit vom 29. April bis zum 10. August 2014 können sich die Besucher neben anderen Arbeiten des DFG-Schwerpunktprogrammes auch über den Stand des Projektes "Der Flusshafen von Ostia - Bauforschung zum sogenannten Leuchtturm" informieren.


Fragestellung und Einführung in das Thema


Ostia bildete in der römischen Kaiserzeit zusammen mit der nördlich angelegten Hafenstadt Portus den zentralen Versorgungshafen Roms und die wahrscheinlich wichtigste Handelsdrehscheibe des Mittelmeerraums. Während Portus in den vergangenen Jahren untersucht wurde, ist das wirtschaftliche Herzstück Ostias, der Flusshafen, bislang kaum untersucht worden. Vorarbeiten haben die Existenz eines größeren Flusshafenbeckens mit einer Bebauung an der Ostseite aus Navalia und Tempel nachgewiesen. Vermutlich gehört auch die turmartige Ruine auf der Westseite zur Bebauung des Flusshafenbeckens. Mit dem Projekt zum Flusshafen von Ostia sollen die Fragen zur Ausdehnung und Gestaltung des Flusshafenbeckens, die straßentechnische Erschließung und urbanistische Einbindung sowie die Rolle des Turms an der Tibermündung bzw. Westseite des Hafenbeckens geklärt werden.

Ausstellungs-Poster

Text: C.Rohn; A. Stock; Layout: studio 37, Worpswede
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Vorstellung der Methode

Die Bauforschung am Turm wurde im September 2013 mit einem Team von Architektur- und Archäologiestudenten begonnen. Der Turm besteht im unteren Bereich aus einem Podium aus mehreren Mauerpackungen opus caementicium Resten, die schon nach den ersten Arbeiten verschiedenen Bauphasen zugeordnet werden können. Der obere, heute gut sichtbare, Turm wurde zu Beginn des 16. Jh. von einer reichen Familie errichtet und gehörte damals zu einem der ersten Steingebäude in dieser sumpfigen Region.


Schlussfolgerung und Ausblick


Die Untersuchungen zeigen schon jetzt, dass das Gebäudenicht ursprünglich als Turm errichtet wurde sondern Teil einer komplexen Horreabebauung an der Westseite des Hafens war. Später entstand ein rechteckiger Bau mit einem Podium und einer Marmorverkleidung. Ob es sich dabei um einen antiken Leuchtturm handelt und er Teil eines größeren Bauprogramms des Hafengebietes ist, soll in weiteren Arbeitsschritten geklärt werden.

[Link: RGZM, Sonderausstellung zum sogenannten »Karlsgraben«]

Beitrag: JJ/CR/AS, Mai 2014

 

Bauaufnahme-Übung der Bachelor-Studierenden im Sommersemester 2014 im Eltzer Hof in Eltville

Die bereits im Sommersemester 2013 begonnene zeichnerische Erfassung diverser Gebäudeteile des Eltzer Hofes in Eltville am Rhein wurde in der Zeit vom 7. bis zum 12. April im Rahmen des Faches „Denkmalpflege 1 – Bauaufnahme“  mit den Studierenden des vierten Bachelor-Semesters weitergeführt. In dieser Kampagne standen das Werkstattgebäude und die neue Kelterhalle des Hofes im Vordergrund.

Westansicht Werkstattflügel
Westansicht Werkstattflügel (F. Pelster, A. Rösen, D. de Jesus Teixeira)
 

In den ersten vier Tagen wurden die in 12 Bereiche geteilten Räumlichkeiten von den Studierenden händisch vermessen und in Grundriss- und Schnittzeichnungen im Maßstab 1:20 gezeichnet. Darüber hinaus war es die Aufgabe der Studierenden, den ihnen zugeteilten Bereich in Form eines Raumbuches fotografisch und textlich zu dokumentieren.
Die gräfliche Familie bedankte sich bei den Studierenden mit einer Führung durch die gesamte Hof-Anlage, in der Karl Dr. Graf zu Eltz viele Anekdoten und Hintergründe zur Haus- und Familiengeschichte erzählte und die Fragen der Studierenden beantwortete. Anschließend lud die gräfliche Familie zu einem gemeinsamen Mittagessen ein.

Gruppenfoto Bauaufnahmeübung SS2014
(Foto: Winkler, Gutsverwaltung)

Von Freitag bis Samstag bestand die Aufgabe der Studierenden darin, die angefertigten Handzeichnungen in digitale Pläne zu überführen. Zu diesem Zweck überzeichneten die Studierenden in der Hochschule die Planergebnisse mit einer CAD-Software, um anschließend die Teilbereiche der einzelnen Gruppen in einem gemeinsamen Plan zusammenfassen zu können.

Beitrag: JJ, April 2014

 

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