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Digitales Aufmaß in Thüringen

Masterstudierende des Studiengangs „Bauen mit Bestand“ vermessen ein Industriedenkmal

Im Rahmen der Denkmalmesse 2018, die im November dieses Jahres ihre Tore in Leipzig eröffnen wird, hatte die Messeakademie einen studentischen Wettbewerb zur Revitalisierung der ehemaligen Textilfabrik Ernst Engländer in Berga an der Elster in Thüringen ausgeschrieben. Da keine ausreichende Dokumentation oder Planmaterialien von der Industrieanlage vorlagen, wurde beschlossen, das noch bestehende und unter Denkmalschutz stehende Verwaltungsgebäude im Rahmen der Masterlehre digital zu vermessen.

Gruppenfoto der Teilnehmer an der Bauaufnahmekampagne SS2018 in Berga
Gruppenfoto der Teilnehmer an der Bauaufnahmekampagne SS2018 in Berga an der Elster (Foto: J.Jost, 2018)


In der Zeit vom 14. bis zum 17. Mai 2018 dokumentierten 22 Studierende in Zweiergruppen, unterstütz durch eine Tutorin und zwei Betreuer, den Verwaltungsbau und Teile der angrenzenden, ausgedehnten Sheddachhalle. Mit Hilfe des vornehmlich genutzten tachymetrischen Aufmaßes gelang es in vier Tagen annähernd den gesamten Verwaltungsbau im Maßstab 1:50 in der Genauigkeitsstufe II in Grundrissen, Schnitten und Ansichten zu erfassen. Darüber hinaus wurde von den Studierenden ein umfängliches Raumbuch und ein Denkmalwertekatalog erstellt. Alle gewonnenen Kenntnisse fließen nun in die Projektierungsarbeit der Studierenden ein.
 

Tachymetrischer Längsschnitt durch den Verwaltungsbau
Tachymetrischer Längsschnitt durch den Verwaltungsbau (Grundlage für die zu erstellende Schnittzeichnung)


Unterstützt und teilweise auch aktiv begleitet wurde das Vorhaben durch den gegenwärtigen Eigentümer Alexander Rathgeber, der dafür sorgte, dass am Objekt die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stand und der darüber hinaus die Beteiligten mit Grillgut und Getränken versorgte.

Beitrag: JJ, 23.05.2018

 

Bauaufnahme in der Burgruine in Königstein

Studentische Bauaufmaßübung an einem Ort deutscher Demokratiegeschichte

In diesem Sommersemester 2018 fand in der Woche vom 16. Bis 21. April die allsemestrige Bauaufnahmewoche der Studiengänge Bachelor Architektur und Bachelor Baukulturerbe statt.

Die 53 Studierenden vermaßen vier Tage lang bei schönem Wetter die Burgruine Königstein. Hier erfassten Sie Teile des historischen Bauwerks mit Hilfe von Schnur, Maßband, Lot und Schlauchwaage. Bei dem Aufmaß erstellten sie in Dreiergruppen Grundrisse, Schnitte und Ansichten als Handzeichnungen mit TK-Stift auf verzugsfreier Zeichenfolie. So konnte ein großer Teil der oberen Kernburg mitsamt den darunterliegenden Kellergewölben erfasst werden.

Gruppenfoto der Teilnehmer an der Bauaufnahmekampagne SS2018 in Königstein
Gruppenfoto der Teilnehmer an der Bauaufnahmekampagne SS2018 in Königstein


Für das leibliche Wohl der Studierenden und Ihrer Betreuer sorgten sowohl der Verein Terra Incognita, der es sich zum Ziel gesetzt hat, mit innovativen Projekten die öffentliche Wertschätzung und Wahrnehmung der Geschichte Königsteins zu fördern als auch der Vorsitzende des Geschichtsvereines Alexander Freiherr von Bethmann, der zusammen mit seiner Frau die jungen Bauforscher bekochte.

Bei einer fachkundigen Burgführung, geleitet von dem Archäologen und Historiker Christoph Schlott, konnten die Studierenden am Mittwochabend noch einiges zur Geschichte der Festung erfahren.

Querschnitt durch den Brunnenkeller,
 gemessen und gezeichnet von Katja Sauter,
 Daniela Suckau und Julia Zell)
Querschnitt durch den Brunnenkeller (gemessen und gezeichnet von Katja Sauter, Daniela Suckau und Julia Zell)


Am Freitag und Samstag der Bauaufnahmewoche wurde in der Hochschule in Wiesbaden weiter an den Burgplänen gearbeitet. Die Studierenden überzeichneten die teilweise steingerecht erfassten Burgpläne in einem CAD-Programm, um digitale Zeichnungen zu gewinnen, die dann wieder Grundlage für weitere studentische Forschungs- und Planungsprojekte sein werden.

Beitrag: JJ, 27.04.2018


"Structure from Motion" und Drohnenerfassung - neue Erfassungsmethoden des Bauforschungslabors

Experimentelle Anwendung in der Lehre.

Im Wintersemester 2017/2018 kamen erstmals eine Drohne in Verbindung mit der Geometrieerfassungstechnologie "Structure from Motion" in der Lehre des Bauforschungslabores zum Einsatz. Studierende des Wahlfaches "CAD in der Denkmalpflege" erfassten hierbei ein Keltergebäude und eine Scheune, die beide zur Johannisberger Klause in Geisenheim gehören. Nachdem die Gebäude filmisch und fotografisch durch Aufnahmen der Studierenden und mit Hilfe der Drohne erfasst wurden, konnten auf Basis der so gewonnenen Bildmaterialien durch SFM dreidimensionale Computermodelle erstellt werden. Diese virtuellen texturierten Modelle stellen nun die Grundlage für eine maßstäbliche Umzeichnung im CAD-System dar. Am Ende des Semesters sollen die Fassaden und einige Innenwände steingerecht in Strichzeichnungen erfasst worden sein.

 


Drohnenerfassung eines historischen Kelterhauses.

Flächen-Modell der Scheune
Flächen-Modell der Scheune.

virtuelles 3D-Modell der Scheune
virtuelles 3D-Modell der Scheune.

Beitrag: JJ, 26.01.2018


 

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